Diese Frau freut sich mit Biogas zu kochen.

Vietnam - Die Verbreitung von Biogas im Mekong-Delta schreitet erfolgreich voran. Khmer-Familien, die in der Kleinviehzucht tätig sind, benötigen Ihre Unterstützung.

Bei meinem jüngsten Besuch der Biogasprojekte in Vietnam hat mich nicht nur die Effizienz der Technologie beeindruckt, sondern auch das grosse Interesse und die Zufriedenheit der Familien, die bereits davon profitieren. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Projekt in der Gemeinde Dai Phuoc, das 2015 ins Leben gerufen wurde. Die Familien nutzen ihre Biogasherde bis heute täglich.

Erhebliche Einsparungen

„Es ist grossartig. Wir haben kaum noch Ausgaben fürs Kochen“, berichtet Frau Thach. „In zehn Jahren mussten wir unseren Herd nur zweimal austauschen. Das Gas wird kostenlos erzeugt und erspart uns den Kauf von Gasflaschen oder die Zeit, die wir für das Sammeln, Schneiden und Trocknen von Holz aufwenden müssten.“

Fortsetzung in Tâp Son

Neue Dörfer bitten uns um Unterstützung. Wir haben uns entschieden, ihren Anträgen zu folgen und uns auf die Dörfer der Gemeinde Tâp Son zu konzentrieren, die 35 km südlich der Stadt Trà Vinh liegt. Die überwiegend der Khmer-Minderheit angehörenden Bewohner sind Kleinbauern mit einfachem Lebensstil. Unsere Interventionen fokussieren sich auf Familien, die Schweine oder Kühe züchten. Es reichen bereits vier Tiere, damit das Biogassystem effizient arbeitet und ausreichend Brennstoff liefert.

Ein einfaches und lokales System

Im Mekong-Delta herrschen ideale Bedingungen für die Biogasproduktion: Ganzjährig warme Temperaturen zwischen 25 und 35 Grad und konstante Luftfeuchtigkeit. Wir arbeiten mit einem lokalen Unternehmen zusammen, das Tanks aus Verbundwerkstoffen herstellt. In diesen Tanks werden die Exkremente der Tiere gesammelt, die bei der Vergärung auf natürliche Weise Gas produzieren. Das Gas wird über ein Rohr am oberen Ende des Tanks gesammelt und dann in die Küche geleitet, wo es an einen ebenfalls lokal hergestellten Herd angeschlossen wird.

Ein ehrgeiziges Ziel

Bis 2028 wollen wir zwischen 300 und 400 Familien mit dieser Technologie ausstatten. So könnten mehr als 30% der Haushalte der Gemeinde von diesem System profitieren. Mit der Umsetzung dieses Projekts verbessern wir nicht nur den Alltag der Khmer-Familien durch finanzielle Einsparungen, sondern auch ihre Kochbedingungen. Dank des Biogases klagen die Frauen deutlich weniger über Rauch. Schliesslich leistet dieses Projekt einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz, da es eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um schätzungsweise 10 Tonnen pro Familie und Jahr ermöglicht.

Schenken Sie einer Familie einen Biogasherd für CHF 58-.

Geben Sie dazu bei Ihrer Überweisung einfach «biogas» an. Wir danken ihnen herzlich für die Unterstützung.

Philippe Randin